Sandmännchen
Composer: J. Brahms
Writer: A.W.F. von Zuccalmaglio


Die Blümelein sie schlafen
schon längst im Mondenschein,
sie nicken mit den Köpfen
auf ihren Stengelein.
Es rüttelt sich der Blütenbaum,
es säuselt wie im Traum:
Schlafe, schlafe, schlaf du, meine Kindelein!

Die Vögelein sie sangen
so süß im Sonnenschein,
sie sind zur Ruh gegangen
in ihre Nestchen klein.
Das Heimchen in dem Ährengrund,
es tut allein sich kund:
Schlafe, schlafe, schlaf du, meine Kindelein!

Sandmännchen kommt geschlichen
und guckt durchs Fensterlein,
ob irgend noch ein Liebchen
nicht mag zu Bette sein.
Und wo es nur ein Kindchen fand,
streut er ihm in die Augen Sand.
Schlafe, schlafe, schlaf du, meine Kindelein!

Sandmännchen aus dem Zimmer,
Es schlaft mein Herzchen fein,
Es is gar fest verschlossen
Schon sien Guckäugelein.
Es leuchtet morgen mir Willkomm
das Äugelein so fromm!
Schlafe, schlafe, schlaf du, meine Kindelein!


Sandmännchen (Sandman)
English Translation

The flowers are long asleep
In the moonlight;
They nod their heads
On slender stems.
The blossoming tree's a-quiver,
Whispering as in a dream:
Sleep, sleep, my child!

The birdies sang so sweetly
While the sun was shining;
Now they've gone to sleep
In their little nests.
Only the cricket sings his song
Deep in the meadow.
Sleep, sleep, my child!

The Sand Man sneaks up
And peeks in the window
To see if some little darling
Is not in bed.
Whenever he finds a child
He strews sand in his eyes.
Sleep, sleep, my child!

Sand Man, go away now,
My dear one's fast asleep,
His peepers tightly closed.
Tomorrow morning
Those innocent little eyes
Will shine again to greet me.
Sleep, sleep, my child!

Translated by Allen Shearer
Copyright © 2010 Gretel Coetzee